Workshop "Die GSPC in Deutschland - Handlungsbedarf und Prioritäten"

Am 10. und 11. Oktober 2007 fand in Bonn ein Workshop statt, bei dem der Stand der Umsetzung der „Globalen Strategie zur Erhaltung der Pflanzen“ (Global Strategy for Plant Conservation, GSPC) in Deutschland bilanziert sowie der weitere Handlungsbedarf und dessen Prioritäten diskutiert wurden. Der Workshop war gleichzeitig ein Treffen des „Netzwerks Botanischer Naturschutz“. Es nahmen etwa 50 Personen teil, die beruflich oder ehrenamtlich mit dem Schutz und der Erhaltung von Pflanzen in Deutschland zu tun haben, darunter Vertreter von Naturschutzbehörden und -verbänden und aus der Wissenschaft. Dieser Workshop wurde im Rahmen eines F+E-Vorhabens von den Botanischen Gärten der Universität Bonn organisiert und durchgeführt und vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) aus Mitteln des BMU finanziert.

Im Folgenden finden Sie kurze Informationen zu den Beiträgen.
Das Programm, eine Teilnehmerliste und die Vorträge des Workshops
stehen am Ende dieser Seite als PDF-Dokumente zum Download bereit!


01. Einführung
Prof. Dr. Wilhelm Barthlott, Nees-Institut für Biodiversität der Pflanzen an der Universität Bonn, stellt kurz die GSPC als Bestandteil der vorn Deutschland ratifizierten UN-Konvention über die Biologische Vielfalt vor.

02. Die Globale Strategie zur Erhaltung der Pflanzen –
Hintergründe, Bedeutung, Chancen

Dr. Cornelia Löhne, Botanische Gärten der Universität Bonn, stellt Geschichte und Inhalte der GSPC vor. Die GSPC wird erstmals in ihrer deutschen Übersetzung präsentiert.

03. Die Umsetzung der Strategie in Deutschland:
Vorstellung des F+E-Vorhabens und Einführung in den Workshop

Marliese von den Driesch, Botanische Gärten Bonn, stellt das GPSC-Projekt des BfN an den Botanischen Gärten Bonn vor.    

04. Impulsreferate
Teilnehmer des Workshops liefern in kurzen Referaten Einblicke in ihr jeweiliges Spezialgebiet. Zum vertieften Verständnis werden so Teil-Problemstellungen und beispielhafte Aktivitäten zu einzelnen Zielen der GSPC vorgestellt. Ausgehend von den Kurzvorträgen ermöglichen Diskussionen einen Austausch im Plenum.

  1. Bernd Raab, Bayrischer Landesbund für Vogelschutz: Important Plant Areas als Instrument für den Pflanzenartenschutz – auch für Deutschland?
  2. Dr. Peter Borgmann, Botanischer Garten Osnabrück: Ex-situ-Erhaltung in Botanischen Gärten und Genbanke
  3. Prof. Dr. Lothar Frese, Genbank Quedlingburg/Forschungs- und Koordinierungszentrum für pflanzengenetische Ressourcen der Bundesanstalt für Züchtungsforschung an Kulturpflanzen: Sicherung pflanzengenetischer Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft in situ – vom Konzept zur Umsetzung
  4. Dr. Eric Welk, Institut für Biologie/Geobotanik der Universität Halle: Verantwortlichkeit Deutschlands für die weltweite Erhaltung von Arten (PDF-download)
  5. Dr. Andreas Zehm, Bayrisches Landesamt für Umwelt : Regionale Ansätze für globale Stragien - Das Artenhilfsprogramm Botanik in Bayern

Plenumsdiskussion
Marlies von den Driesch und Dr. Cornelia Löhne präsentieren erste Ergebnisse des GSPC-Projektes.  Eine erste Beurteilung des Umsetzungsstandes und der Aktivitäten zu den einzelnen Zielen erfolgt. Handlungsempfehlungen für politische und gesellschaftliche Akteure stehen im Fokus.

AnhangGröße
GSPC-WS_Programm.pdf391.57 KB
GSPC-WS_Teilnehmerliste.pdf57.46 KB
01_Einfuehrung_Barthlott.pdf3.9 MB
02_GSPC_Ueberblicksvortrag_Loehne.pdf2.99 MB
03_Vortrag_Projekt_u_Workshop_v_d_Driesch.pdf1.82 MB
4.1_Raab_IPA_in_Deutschland.pdf768.01 KB
4.2_Borgmann-Ex-Situ.pdf2.72 MB
4.3_Frese_PGR.pdf2.06 MB
4.4_Welk_Prioritaeten.pdf609.71 KB
4.5_zehm_regionale_Ansaetze.pdf1.75 MB
Abschlusskommunique.pdf19.63 KB
Kurzbericht Workshop.pdf162.6 KB