Ziel 1: Allgemein verfügbare Arbeitsliste aller bekannten Pflanzenarten, als Schritt in Richtung eines vollständigen Florenwerks

Stand der Umsetzung in Deutschland

  • Florenwerke und Artenlisten zu fast allen Gruppen von Wildpflanzen vorhanden, die Standardliste der Gefäßpflanzen ist unter www.floraweb.de rechechierbar
  • Keine vollständige Liste der Pilze vorhanden
  • Umfangreiche Artenlisten pflanzengenetischer Ressourcen vorhanden (www.genres.de/pgrdeu, www.big-flora.de)
  • Daten von FloraWeb, Big und PGRDEU sind in fachübergreifende und internationale Informationsverbünde eingegliedert, abrufbar über Global Biodiversity Information Facility (GBIF) (www.gbif.de)
  • 2006 Gründung des Netzwerks Phytodiversität Deutschland (NetPhyD e.V., Koordination der floristischen Kartierung Deutschlands), Ziel: Herausgabe eines aktualisierten Atlas über die Verbreitung und Bestandssituation der Farn- und Blütenpflanzen in Deutschland bis 2010
  • Beiträge zu einer vorläufigen Weltflora (vor allem durch die Arbeit des Botanischen Gartens und Botanischen Museums Berlin (BGBM)), Daten der Global Plant Checklist (GPC) werden an Species 2000 angebunden, Species 2000 ist eine Vereinigung von Datenbank-Organisationen, die den Catalogue of Life (www.catalogueoflife.org) erstellen
  • Deutsche GTI-Kontaktstelle hat die Organisation des Global Assessments of Taxonomic Needs and Capacities übernommen
  • Eine Expertendatenbank deutschsprachiger Systematiker wurde von der Gesellschaft für Biologische Systematik (GfBS) aufgebaut (enthält rund 600 Experten)

Hindernisse

  • Die Ausbildungssituation für Taxonomen und Naturschutzexperten an den deutschen Hochschulen und deren Berufschancen haben sich drastisch verschlechtert (schleichender Spezialistenschwund)
  • Ehrenamtliche Beteiligung an der Erfassung der Flora ist rückläufig

Handlungsbedarf in Deutschland

  • Fortschreibung der Florenkartierung in Deutschland in allen Bundesländern, eine methodische und organisatorische Neuorientierung ist notwendig (z.B. auch Stichprobenverfahren)
  • Aufrechterhaltung/Förderung des ehrenamtlichen Engagements sowie Vernetzung der Institutionen, die die Flora erfassen
  • Arbeiten an einer Pilzliste für Deutschland müssen vorangetrieben werden
  • Fortschreibung der Erfassung pflanzengenetischer Ressourcen
  • verstärktes Engagement Deutschlands beim Global Species Information System (GSIS)
  • Langfristiges Engagement bei GBIF und GT

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