Ziel 16: Errichtung und Stärkung von Netzwerken für botanischen Naturschutz auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene

Stand der Umsetzung in Deutschland

  • Netzwerkgedanke im botanischen Artenschutz in Deutschland noch relativ jung, Forderung der Vernetzung z.B. auf einer Fachtagung 2001
  • Neugründung verschiedener Netzwerke in den letzten 10 Jahren:
    • Netzwerk Botanischer Naturschutz (2005) mit  Arbeitsgruppen zu einzelnen GSPC-Zielen
    • Netzwerk Phytodiversität Deutschlands e.V. (NetPhyD, http://netphyd.floraweb.de, Gründung 2006); eng mit dem Netzwerk Botanischer Naturschutz verbunden
    • Gesellschaft zur Erforschung der Flora Deutschlands (GEFD, 2005) mit dem Ziel der Förderung der floristisch-botanischen Erforschung der Gefäßpflanzen Deutschlands
    • Diversitas Deutschland (2003)
    • GTI-Kontaktstelle (2002)
    • GBIF-Deutschland 
    • Konsortium „Deutsche Naturwissenschaftliche Forschungssammlungen“ (DNFS 2007)
  • Entwicklung einer Internet-Kommunikationsplattform für das Netzwerk Botanischer Naturschutz im Rahmen eines F+E-Projektes des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), Veröffentlichung Ende 2008

Hindernisse

  • Der National Focal Point der GSPC wird noch aus F+E Projektmitteln finanziert, nicht als Dauereinrichtung mit gesichertem Etat
  • Keine langfristige Gewährleistung (finanziell und organisatorisch bzw. personell) einer Koordinationstelle des Netzwerks für Botanischen Naturschutz

Handlungsbedarf in Deutschland

  • Die bestehenden Netzwerkansätze müssen mit Leben gefüllt und vorangetrieben werden, hierfür werden Personalstellen benötigt, Kommunikation mit anderen GSPC-relevanten Bereichen (Land- & Forstwirtschaft, Politik, Bildung) noch mangelhaft
  • Analyse der vorhandenen Netzwerke der verschiedenen Organisationsebenen, Erstellung einer verbindenden Gesamtstruktur
  • Langfristige Gewährleistung (finanziell und organisatorisch bzw. personell) der Koordination des Netzwerks für Botanischen Naturschutz in Form eines Sekretariates
  • „Aktivierung“ des Netzwerks Botanischer Naturschutz (Newsletter, Berichte, Workshops und Tagungen, Erarbeitung von Handlungskonzepten, Ausbau der Internetplattform zum Kommunikationsportal)
  • Ausweitung des Netzwerks Botanischer Naturschutz durch intensivierte Kommunikation mit anderen für die Umsetzung der GSPC relevanten Bereichen
  • Einbindung nationaler Netzwerke in internationale Zusammenhänge (z. B. Planta Europa, ECPGR) und intensiver fachlicher Austausch
  • Fachwissen ehrenamtlicher und beruflicher Taxonomen stärker bündeln und die Kapazitäten in Ausbildung und Forschung stärken
  • Zusammenführung und Vernetzung von Akteuren der Taxonomie (national und international)
  • Definition von Zuständigkeiten bezogen auf die GSPC in Deutschland und gezielte Zusammenarbeit der zu beteiligenden Akteure
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